gut eingelebt.

Das Leben in Waldeck-Frankenberg ist gut. Das wissen nicht nur Einheimische oder Gäste, die hier ihren Urlaub verbringen. Rückkehrer und bereits lange Angekommene haben hier ihr Glück gefunden.
Jeder bringt seine eigene Geschichte mit.

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Meik

Sachsenberg

"Ich war zwar fünf Jahre weg, aber mit dem Herzen immer zu Hause."

Geplant waren 10 Monate in London, um etwas Anderes zu machen. Dabei habe ich die Erkenntnis erlangt, dass ich diesen ganz eigenen Bezug zwischen Erlebnissen und der Natur nur in Sachsenberg und nirgendwo sonst empfinde. Geblieben bin ich einige Jahre. 

Meine sozialen Kontakte in der Heimat sind während meiner Abwesenheit nie abgerissen. Die festen sozialen Bindungen, gewachsenen Freundschaften und Erlebnisse, die man über Jahre / Jahrzehnte hinweg geteilt hat, würde ich als Vorteil von Rückkehrern gegenüber Neuankömmlingen sehen. 

Nach meiner Rückkehr habe ich mich bei meinem alten Arbeitgeber initiativ beworben und dort bin ich dann erneut angestellt worden. Zusätzlich ergab sich relativ schnell und fast zufällig, die Möglichkeit ein Haus in meiner alten Heimat zu kaufen. 

Heute bevölkern außer meiner Frau und mir vier Kinder das Haus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in einer Stadt ohne Großeltern, je so gekommen wäre. Ich glaube, dass ich den Lebensstandard und die Lebensqualität, ganz besonders hinsichtlich des Wohnens, den ich mir hier leisten kann, in einer Stadt wie London oder München nie hätte leisten können.

Hier auf dem Land können meine Kinder nun ein ebenso unbeschwertes und mit tollen Erlebnissen gefülltes Leben führen, so wie ich es tat. 

Als Tipp für jeden der neu in unseren Ort kommt, um hier Fuß zu fassen, möchte ich folgendes mitgeben. Es ist vermutlich genauso abgedroschen wie einfach und plausibel: Engagiert euch! Egal ob in Vereinen, Schulen oder dem Kindergarten. Geht auf die Leute zu. Wer offen ist für die Menschen, für den sind die Menschen auch offen.

In den Landkreis Waldeck-Frankenberg bin ich mit meiner Familie 2006 gezogen. Davor lebten wir in Oberursel. Wir suchten damals über 7 Jahre mehr oder weniger intensiv nach einem Bauernhof auf dem wir mit unseren Tieren zusammenleben können. Zudem hatte ich die Vorstellung Urlaubsgäste naturnah zu beherbergen und ihnen einen artgerechten und liebevollen Kontakt zur uns umgebenden Natur- und Tierwelt zu ermöglichen. 

 

Aufgrund einer Anzeige in einem Immobilienportal sind wir zur Besichtigung in die bis dahin unbekannte Region gereist. Ich hatte mich sofort in das Objekt verliebt. Nach Abschluss der Bautätigkeit ging es an die detaillierte Konzepterstellung für den Ferienhofbetrieb. Wir erhielten fachkompetente Unterstützung von dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH).

Wir können hier gut leben, weil wir von allem umgeben sind, was uns wichtig ist. Vor allem der schönen Natur, der sicherlich in Zukunft ein noch höheres Augenmerk zu Teil wird, den Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr, die fußläufig erreichbaren Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten, die medizinische Versorgung, der Zusammenhalt des Ortes und die von Anfang an erkennbare Akzeptanz für uns und unsere Projekte.

Ich bin zufrieden und möchte sagen, dass es mir an nichts mangelt. Ich nehme die Dinge so an wie sie kommen. Ich habe es doch meist selbst in der Hand in welche Richtung es geht. Über die vielen Jahre die wir hier leben, habe ich mit Hilfe meines Mannes einiges erreicht. Nach dem Aufbau des Ferienhofes und mehrerer kleiner Projekte, kam ich nach einem zufälligen Besuch einer Salzgrotte in Norddeutschland auf die Idee, so etwas auch realisieren zu wollen. 9 Monate nach diesem Besuch war unsere Salzgrotte für Gäste aus der Umgebung und unsere Feriengäste nutzbar.

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Julia

Mengeringhausen

"Wir sind von allem umgeben, was uns wichtig ist!"

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Ayman

Höringhausen

„Die Familie, bei der ich in Arolsen gewohnt habe, hat mich wie ihren eigenen Sohn behandelt.“

Zusammen mit meinem Bruder und meiner Schwester bin ich in Damaskus aufgewachsen und auch dort zur Schule gegangen. 1971 habe ich dann in Syrien mein Abitur gemacht und bin danach nach Deutschland gegangen, um hier zu studieren. 

 

Im Schlosshotel Arolsen habe ich dann eine Ausbildung zum Hotelkaufmann absolviert. Danach war ich in Düsseldorf, Landsberg am Lech und Leverkusen und habe dort in diesem Beruf gearbeitet. Jetzt bin ich Rentner und unterrichte im BWNW Korbach (Bildungswerk der nordhessischen Wirtschaft gGmbH) Deutsch. 

 

Nach Waldeck Frankenberg habe ich meine Persönlichkeit mitgebracht, zurücklassen musste ich hingegen Familie und Freunde. Ich wurde hier aber sehr gut aufgenommen. Die Familie, bei der ich in Arolsen gewohnt habe, hat mich wie ihren eigenen Sohn behandelt.

 

Viele Kontakte haben sich durch meine Tätigkeiten als Judotrainer ergeben. 1974 habe ich in Arolsen die Judogruppe aufgebaut. Heutzutage helfe ich den Geflüchteten wo ich kann, damit sie sich besser integrieren können. 

 

Mein Zuhause ist das Waldecker Land. Hier hin bin ich immer wieder zurückgekommen, egal wo ich lebte. Meine Heimat ist und bleibt aber Damaskus. 

 

Den Menschen in Waldeck-Frankenberg möchte ich das liebste Wort aus meiner Sprache „Salam“ (Friede) mitgeben und gerne sagen: Bleibt so offen, wie ihr seid und habt keine Angst vor Fremden:
Wir sind alle Menschen.